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4. Mai

Hab beim Frühstück den ersten (und einzigen) Deutschen in London kennengelernt, A. aus Weimar. Zusammen haben wir Ja. Tips für seinen Deutschlandtrip gegeben. Na gut, die meisten Tips konnte A. beisteuern, da ich mich in München, besonders in seinen Brauereien und Biergärten, nicht wirklich auskenne.
Dann wollte ich endlich meine erste Tubefahrt antreten... das stellte sich leider als etwas schwierig heraus. Laut meiner gefundenen Tubemap sollte die Northern Line ab Elephant & Castle fahren. Gefunden habe ich sie nicht. Ich hab 15 Minuten damit verbracht, rund um den Platz zu laufen und die Tunnel zu erkunden und sah für die Leute auf dem kleinen Markt vermutlich ziemlich lächerlich aus. Hab mich von Wegweisern im Kreis herumführen lassen. Und hab am Ende den Bus zur London Bridge genommen und mir geschworen, auf keinen Fall nochmal die Northern Line an dieser Haltestelle zu suchen. Vielleicht hätte ich einfach mal dort aussteigen sollen, aber irgendwie hat sich das nicht ergeben.
Randbemerkung zu den Wegweisern in London: Irgendwann ging mir auf, dass diese zu einem einzigen Zweck existieren. Menschen in die Irre zu führen. Von diesem Moment an hab ich mich auf meinen Orientierungssinn und den Stadtplan verlassen und die Wegweiser gekonnt ignoriert. Naja, meistens...
Von London Bridge bin ich an der Bankside (das ist die Südseite der Themse) Richtung Tate Modern langgelaufen. Auf dem Weg gab's eine Reihe interessanter Dinge. Das erste war ein Nachbau des Schiffes von Sir Francis Drake, der Golden Hinde, über den ich quasi gestolpert bin. Man kann dort sogar übernachten! Das wär doch mal eine Alternative. Ein interessantes Restaurant gab's auch daneben - Zitat der Speisetafel: "Which came first, the chicken or the chili?". Na wenn das nicht vielversprechend ist.
Ein paar Meter weiter befindet sich das Clink Prison Museum. Von außen sah es ganz gut gestaltet aus, mich haben nur erstmal die 5 Pfund Eintritt abgeschreckt. Ich wollte drauf zurückkommen, falls ich das Geld am Schluss übrig haben würde. Leider ist da nix draus geworden.
Das Wetter war, nebenbei gesagt (und weil es gerade in meinen Notizen steht) ziemlich windig, aber noch ohne Regen.
Als nächstes stand ich vor dem Globe Theatre. Hab mich drinnen ein bischen umgesehen und unter anderem den Souvenirshop begutachtet. Shakespeare-Souvenirs in Massen, Spruchtafeln, Bücher, ... meine Englischlehrerin in der 12. Klasse hätte ihre helle Freude daran. Klingt es eigentlich peinlich, wenn ich sage, dass ich mir das Theater runder vorgestellt hätte? Naja, wie auch immer.
Inzwischen war es Mittag und ich wollte in die Tate Modern. Ich habe den Eingang gesucht... ich habe das Gebäude gefunden... und nach dem Hintereingang schließlich auch den Eingang selbst und dabei festgestellt, dass ich schonmal fast davor stand. Die Ausstellung fand ich gut, war in 4 Teile gegliedert plus eine kostenpflichtige Sonderausstellung, die von außen auch gut besucht aussah. Das war dann auch mein Problem, es war für meinen Geschmack verdammt voll da drin. Meine Favoriten waren wohl unter anderem deshalb auch die verschiedenen Kurzfilme, allen voran einer, in dem der Künstler drei Kameras in einer Tonne befestigt hatte und diese durch die Straßen New York Citys rollt. Ich liebe diese Perspektivveränderungen.
Wieder draußen gab's erstmal einen leckeren Hot Dog mit Zwiebeln für mich und danach ging's zurück zur London Bridge. Den London Dungeon dort kann man kaum verfehlen, also keine Sucherei dieses Mal. Der Dungeon ist verdammt genial gemacht, hat mir großartig gefallen. Es gibt herrlich gruftig gestaltete Gänge, ein Spiegellabyrinth, aus dem wir nicht von selbst heraus gefunden haben (ob das wohl so gewollt war), einen relativ harmlosen Freefall am Ende und nicht zuletzt wunderbare Darsteller. Freaky Job! Themen sind natürlich Folter und Hinrichtungen, außerdem das Great Fire of London ("London is on fire! Come take a look!") und Jack the Ripper. Im angeschlossenen Shop gibt es auch eine Reihe seeeehr interessante Dinge. Leider hatte ich gerade mal 11pence übrig, nachdem der Eintritt etwas höher ausgefallen ist, als in meinem Reiseführer stand. Das kommt davon, wenn man den Reiseführer von vor 10 Jahren mitnimmt. 19 Pfund inklusive eines 5-Pfund-Gutscheines für Attraktionen in England ab November, den ich wohl kaum einlösen werde, kam der Spaß. In dem schummrigen Licht an der Kasse hab ich natürlich nichts von dem ungewohnten Geld erkannt und der Kassiererin ganz stumpf die ganzen Münzen gegeben und sie gebeten, sich das Eintrittsgeld doch bitte selbst rauszusuchen. Ich hatte ja schon befürchtet, es würde nicht reichen, aber wie gesagt. Gelohnt hat sich's trotzdem!
So abgebrannt hab ich mich dran gemacht, einfach irgendeinen Teil Londons zu erkunden. Ich bin in den nächstbesten Zug gestiegen und irgendwo ein Stück südlich von Greenwich gelandet. Ich hab nicht mal den Namen des Viertels aufgeschrieben, es könnte aber entweder Lewisham oder New Cross gewesen sein... wobei ich zu Lewisham tenidere. Dort hab ich mich kurz umgesehen, festgestellt, dass es nicht viel zu sehen gibt und bin im stilvollen roten Doppeldeckerbus, natürlich oben sitzend, quer durch Greenwich zurück in die Innenstadt gefahren. Schon spaßig, die Hinfahrt mit der National Rail hat vielleicht 15 Minuten gedauert, die Rückfahrt mit dem Bus circa eine Stunde. Dafür sieht man dabei auch mehr. Greenwich sah wie ein richtig schönes Viertel aus, das würde ich mir noch genauer ansehen. Natürlich inklusive Observatorium und Nullmeridian.
Am nächsten Tag wollte ich zum Southbank Centre, wo ein Guitar Festival stattfinden sollte, zu American Express (AmEx) um wieder zu Bargeld zu kommen (11p, wir erinnern uns) und nach Camden Town. Am Abend dieses dritten Tages war mein Handyakku runter, im Zimmer hab ich keine Steckdose gefunden, ich wollte also am nächsten Morgen mal nach einer Lademöglichkeit fragen.
10.6.07 19:22
 


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