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5. Mai

Ja, ich hab 'ne ganze Weile nicht mehr geschrieben. Aber eigentlich wollte ich das hier noch zu Ende bringen, also mal sehen, wie weit ich in der nächsten Zeit komme.

Es war mein dritter Morgen in London, ich hatte aufgrund schnarchender Leute und ständigem Durchgangsverkehr (so kam es mir jedenfalls vor), der auch mit Radio nicht zu übertönen war, beschissen geschlafen und sowieso fing der Tag nicht so prächtig an. Normalerweise schlaf ich ja ziemlich fest, aber irgendwie war da der Wurm drin. Zu müde, um aufzustehen, hab ich dann auch noch das Frühstück verpasst und konnte mir nur noch trockene Cornflakes reinschaufeln. Klar, ich hätte ganz lieb nach der Milch fragen können, aber hey. Kam mir schon blöd genug vor, als ich nach einer Steckdose fragte und dann merkte, dass mein Adapter nicht passte. Ok, hätte man drauf kommen können, wenn da "USA" drauf steht... Für 3 Pfund hätte ich mir einen passenden kaufen können, aber so grob überschlagen und das nervige Handyladen bedenkend entschied ich mich dafür, das Geld stattdessen in gelegentliches Internetsurfen und Emails-Checken zu investieren. Rund 40 Minuten für 50p ist ja wohl ein mehr als guter Preis.
So machte ich mich dann handylos zum Southbank Centre auf. Es war atemberaubend. Atemberaubend hässlich. Ein Betonklotz aus den 50er Jahren, der (hoffe ich zumindest) damals schon keine Architekturpreise abgestaubt hat. Einige Tage später erfuhr ich, dass dieses Ungetüm tatsächlich einmal zum hässlichsten Gebäude Londons gewählt wurde. Zurecht, wenn man mich fragt. Das Guitar Festival dort schien nicht großartig im Gange zu sein und ich verspürte sowieso kein großes Bedürfnis, in diesem Klotz rumzulaufen. Stattdessen wollte ich das Museum of the Moving Images (MOMI) suchen, das in meinem Reiseführer angepriesen wurde und irgendwo beim Southbank Centre sein sollte. Ich fand das nett gemachte National Film Theatre und seine Cinemathek, in der man sich kostenlos an PC-Terminals mit Kopfhörern mehr oder weniger typisch englische Filme ansehen konnte. Ich meldete mich für eine Stunde an und machte es mir mit Monty Pythons Flying Circus bequem. Das hob meine von trübem Wetter und unansehnlichen Häusern angeschlagene Laune kräftig an.
Mittlerweile war es Mittag, ich schlängelte mich durch das Labyrinth mit dem Namen Waterloo Station, tauschte Traveller Cheques gegen Bargeld und fuhr endlich das erste Mal mit der Tube. Prima Sache, das. Und zwar fuhr ich abermals nach Covent Garden, um mir das Ticket für Lord of the Rings zu holen. Ich wusste zwar nachwievor nicht, ob das ein Musical oder Theaterstück oder meinetwegen auch Travestieshow war, aber im Prinzip war mir das auch egal. Der Ticketverkäufer war wirklich sehr nett und geduldig mit mir. Eigentlich wollte ich ihm die Telefonnummer des Hostels geben, falls sich bei der Vorstellung etwas ändern würde, aber in einem Anfall von Ordnung muss ich den Zettel wohl aus dem Rucksack geschmissen haben. Egal. Das Ticket im obersten Rang kam nur sagenhafte 5 Pfund, da es bei den Previews auf alle Plätze 10 Pfund Rabatt gab. Als nächstes hab ich mich noch gut und günstig in einem engen italienischen Restaurant sattgegessen. Da liefen Leute mit Werbeschildern und Flyern herum für einen Hauptgang + Softdrink zum Mittag für nur 4,98 plus Trinkgeld. Wenn das nix ist. Die Art zu bezahlen fand ich dann doch sehr seltsam: Die Rechnung kam in einer Mappe. In diese steckte ich meinen Geldschein, die Mappe wurde wieder mitgenommen. Das Wechselgeld wurde anschließend auf einem kleinen Teller gereicht. Ich hab gehört, man solle auf diesem Teller das Trinkgeld liegenlassen, aber da das schon auf der Rechnung einkalkuliert war, hab ich mir das gespart. Covent Garden machte mir wieder richtig gute Laune, die erwähnten Straßenkünstler und Sänger legten sich echt in's Zeug. Spontan kam dann auch endlich die Sonne raus. In der Markthalle warf ich noch einen Blick in einen spaßigen Laden namens "London Rocks". Im Angebot: Verschiedene Memorabilia, Schallplatten, T-Shirts, ...
Nun ging es auf zum Hyde Park, ein richtiger schöner Ort. Allgemein muss ich sagen, dass alle Plätze in London, wo keine Autos fahren dürfen, schonmal fantastisch sind. Eine ganze Weile saß ich einfach nur in der Sonne, bis ich mich auf nach Camden Town machte. Mit der Tube ging es nach Kings Cross, dort Cola und das TimeOut-Magazine gekauft (sehr empfehlenswerter Veranstaltungsführer). Wie immer verlief ich mich, fand den Weg, verlief mich nochmal und landete in einem samstags ziemlich verlassenen Industrieviertel. Mit riesigen Umwegen gelangte ich schließlich ans Ziel. Herrlich turbulentes Viertel, in das ich am nächsten Tag nochmal zurückkehren wollte, diesmal hoffentlich früher. Ein ernüchternder Blick in's Odeon (Kino): 8,80 Pfund für die billigste Karte. Der Kanal (ich hatte vorher nie gehört, dass es in London überhaupt Kanäle gibt. Ziemlich naiv, nicht?) sah sehr nett aus. Außerdem sollte dort der "Waterbus" fahren, ein Boot, das an 3-4 Stationen haltmachte. Leider war es dafür zu spät, auch das nahm ich mir für den nächsten Tag vor. Per Tube ging es zurück in's Hostel, wo ich den Abend abermals auf der Couch mit netten Gesprächen beendete.
29.7.07 17:26
 


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